Bei der Planung eines Baumhauses sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass der ausgewählte Baum seine erste Wachstumsphase abgeschlossen hat und kerngesund ist.
Je flexibler die Konstruktion geplant wird, umso länger ist die Lebensdauer eines Baumhauses. Ein Baum ist immer in Bewegung, er wächst ständig und wiegt sich im Wind. Deshalb sollte auf festes Annageln oder aber Verschrauben in Ästen und Stamm unbedingt verzichtet werden, das heißt, dass diese starren Konstruktionen sehr heftigen Spannungen ausgesetzt sind und oft schon nach der ersten Saison zerbrechen.
Ob nun eine bewegliche Hängevorrichtung oder eher die Variante mit Eisenringen am Stamm zum Einsatz kommt, hängt von der Beschaffenheit des Baumes ab. Bei allen geplanten Hausteilen, die direkt um den Stamm gebaut werden sollen, sollten auch ausreichend große Dehnfugen eingeplant werden. Ein Baum vermehrt seinen Umfang bis zu acht Millimeter im Jahr. Wird nun sein Wachstum zu sehr eingeschränkt, kann er entweder die ganze Konstruktion sprengen oder kann sogar absterben.
Um einen Baum nicht mit unnötigem Gewicht zu belasten, sollte man am besten nur leichte Hölzer verbauen. Die Innenräume lassen sich mit Weichholz von Fichte oder Tanne auskleiden, welches auch preisgünstig ist. Für die Außenkonstruktion sollte witterungsbeständiges Hartholz gewählt werden, denn Fäulnis durch Nässe ist der größte Feind eines Baumhauses.
Staunässe muss auf jeden Fall vermieden werden, dafür kann man mit einer leichten Neigung des Fußbodens sorgen.
Befindet sich das Baumhaus höher als zwei Meter über der Erde, sind Geländer von mindestens 90 Zentimetern vorgeschrieben, die Sicherheit der Kinder sollte unbedingt gewahrt werden. Für weitere Anregungen gibt es auch Literatur im Handel, die sich mit dem Bauen von Baumhäusern speziell befasst.
(TB)